Lernen Sie Lamya Essemlali kennen: Ocean Warrior und Präsidentin von Sea Shepherd Frankreich

Lernen Sie Lamya Essemlali kennen: Ocean Warrior und Präsidentin von Sea Shepherd Frankreich

Im Dezember 2005 wurde es Lamya Essemlali bewusst, wann die Zeit reif ist, sein Leben für eine Sache zu riskieren. Freiwillig navigierte die damalige Studentin bei der gemeinnützigen Organisation Sea Shepherd durch die kalten Gewässer der Antarktis, um den illegalen Walfang zu stoppen.

In der Unendlichkeit des antarktischen Ozeans konnte Lamya nur die Alarmglocken und eine von Band abgespielte Nachricht hören, die von der Nisshin Maru tönte: „Machen Sie den Weg frei.”

„Kollision in zwei Minuten“, wiederholte der Erste Offizier an Bord der Farley Mowat.

whale protect our oceans

„Das war ein solcher Schlüsselmoment für mich“, erinnert sich Lamya. „Auch wenn du in der Sicherheit deines eigenen Hauses sagst, dass du bereit bist, dein Leben für einen Wal zu riskieren – was geht dir durch den Kopf, wenn du dann tatsächlich damit konfrontiert wirst? Wie fühlst du dich, wenn es plötzlich Realität wird?“

„Ich fühlte in diesem Moment Angst, aber ich habe zu keinem Zeitpunkt irgendetwas bereut“, erinnert sich Lamya. „Ich war am richtigen Ort und es gab keinen anderen Ort, an dem ich lieber gewesen wäre.“

Die Nisshin Maru änderte in letzter Minute den Kurs und verschonte die Farley Mowat, und Lamya wurde im folgenden Jahr Mitbegründerin von Sea Shepherd France. Seitdem hat die 42-jährige mit Französisch-Marokkanischen Wurzeln dazu beigetragen, die französische Einheit der marinen Umweltschutzorganisation aufzubauen. Heute ist Sea Shepherd France eine der größten nationalen Einheiten der globalen Non-Profit-Organisation.

Die Antarktis-Mission war Lamyas erste Begegnung mit Walen. „Wenn man einen Wal in einer normalen Situation sieht, ist das schon magisch. Wenn man sie im Zusammenhang mit einem Walschutzgebiet sieht und man dort ist, um zu verhindern, dass sie harpuniert werden, gibt das der Begegnung noch einmal eine ganz andere Dimension“, erinnert sich Lamya. „Ich werde mich immer daran erinnern, die Wale am Horizont zu beobachten, während sie beim Ausatmen eine Fontäne in die Luft blasen. Es war mythisch für mich.“

humpback whale

Als Präsidentin von Sea Shepherd France und Co-Direktorin von Sea Shepherd Global ist ihre Leidenschaft und die Bereitschaft, alles für den Ozean und seine Bewohner zu riskieren, der Antrieb für alles, was sie tut. Sie verkörpert voll und ganz das beliebte Sprichwort: Wähle einen Job, den du liebst, und du wirst keinen einzigen Tag in deinem Leben arbeiten.

„Die Entscheidungen, die ich getroffen habe, wurden von einer Leidenschaft für den Ozean angetrieben“, sagt Lamya. Bevor sie Paul Watson traf, war Lamya an die Universität zurückgekehrt, um Naturschutz zu studieren. Sie war gerade dabei, einen Master-Abschluss in Umweltwissenschaften in Paris zu absolvieren, als sie sich freiwillig für die Antarktis-Mission meldete.

„Ich dachte, Sea Shepherd sei das beste Werkzeug für mich, um den Ozean zu verteidigen. Doch, selbst in meinen wildesten Träumen hätte ich nie geglaubt, dass ich diese Leidenschaft, mit der Möglichkeit kombinieren könnte, meinen Lebensunterhalt zu verdienen.“

Eisberg

Durch ihre Arbeit hat die Aktivistin mit eigenen Augen gesehen, welche Auswirkungen Plastik auf unsere Erde hat. „Plastik ist Gift in unseren Ozeanen“, meint Lamya. „Wissenschaftler prognostizieren, dass es bis 2050 mehr Plastik als Fische geben wird.“ Lamya weist darauf hin, dass 70 % des in den Ozeanen gefundenen Makroplastiks von Fischereiausrüstung stammt und daher mit dem Appetit der Menschen auf Fisch zusammenhängt.

Lamya hat ihren Lebensstil an ihr Ethos angepasst und isst weder Fleisch noch Fisch. Ihr Badezimmerschrank wurde ebenfalls umgerüstet, da sie sich für plastikfreie Marken entscheidet, die genauso achtsam sind wie sie selbst, wenn es um die Weltmeere geht.

„Mit einem Produkt wie den festen Shampoos von Beauty Disrupted ist es einfach, auf plastikfreie Pflegeprodukte umzusteigen. Denn die Seifen sind nicht nur frei von Plastik, sie sind auch von wirklich hoher Qualität“, sagt Lamya. „Sie sind gut für die eigene Gesundheit, gut für die Gesundheit des Planeten und in vielerlei Hinsicht ein großartiges Produkt. Eine echte Win-Win Situation!“

Beauty Disrupted bietet eine ganze Serie von festen Beautyprodukten mit dem treffenden Namen Ocean Magic, die nicht nur vom Leben in den Ozeanen inspiriert sind, sondern dieses auch finanziell durch die Spende von 20 % des Gewinns unterstützen.

„Wir können nicht über den Klimawandel sprechen, ohne auch das Leben im Meer zu erwähnen. Von Phytoplankton bis hin zu großen Walen und allen Arten, die dazwischen liegen – wir schulden ihnen einen von zwei Atemzügen“, so Lamya. Da mehr als die Hälfte des Sauerstoffs, den wir zum Atmen benötigen, aus dem Ozean kommt, ist es keine Übertreibung, wenn sie hinzufügt: „Unser Schicksal hängt davon ab, die Weltmeere zu schützen.“

Lamya ist eine engagierte Aktivistin, die dieses Schicksal in die eigene Hand genommen hat. Von kleinen Entscheidungen, wie den Dingen, die auf ihrem Teller oder in ihrer Dusche liegen, bis hin zu großen Aktionen wie lebensgefährlichen Missionen auf hoher See: Lamya ist eine Inspiration für ein Leben, das die Magie, die Schönheit und das Wohlbefinden der Lungen dieser Erde schützt.

Karyn Miller Writer

Karryn Miller stammt aus Auckland, Neuseeland, und „Zuhause“ bedeutet für sie auch Tokio, Hanoi, Mumbai, Seoul und Washington DC. Als PR-Beraterin für Hotels mit einer Leidenschaft für Reisen hat sie auch Texte in Dutzenden von Reisebüchern, Magazinen und Zeitungen auf der ganzen Welt veröffentlicht. Erst kürzlich war sie gemeinsam mit einem globalen Kollektiv von Müttern Co-Autorin des Buches „Mother Wild“ und rief eine Reihe von Wellness-Retreats ins Leben. Im Jahr 2021 zog Karryn mit ihrer Familie in die zweit-schneereichste Stadt der Welt, Sapporo, auf der Insel Hokkaido im Norden Japans.

Foto von Debbie Salvesen

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